Ein Ort bewegenden Gedenkens

Am 23. Mai 2002 wurde auf dem Kösliner Neuen Friedhof bei Kretmin, dem heutigen Kommunalfriedhof, die bis dahin größte Gedenkstätte für die einstigen deutschen Bewohner in Pommern eröffnet. Ideengeber und Ausführender ist der polnische Bildhauer Zygmunt Wujek gewesen. Er spürte deutsche Grabsteine und Fragmente auf, trug sie zusammen und überzeugte die polnische Stadtverwaltung von der versöhnenden und friedenserhaltenden Wirkung dieser Gedenkstätte auf dem polnischen Hauptfriedhof.
 

An dem offiziellen Akt nahmen auch der deutsche Konsul in Danzig, Rolf Wagner, der Kösliner Stadtpräsident (Oberbürgermeister) Henryk Sobolewski, der damalige HKA-Vorsitzende Klaus Moerler, der seinerzeitige Bürgermeister unserer Patenstadt Minden, Reinhard Korte, Altbischof Ignacy Jez und Pastor i.R. Friedrich Karl Scheel vom Konvent evangelischer Gemeinden aus Pommern teil.
Die beeindruckende Anlage wird von der Gärtnerei der Friedhofsverwaltung gepflegt.
Am Anfang der Allee, die von rund 160  bis zu 170 Jahre alten deutschen Grabmalen gesäumt wird, steht ein von Zygmunt Wujek geschaffener Gedenkstein. Er trägt in deutscher und polnischer Sprache diese Inschrift:

MEINE ZEIT STEHT IN DEINEN HÄNDEN. PSALM 31.16
WIR GEDENKEN DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG
EVANGELISCHER UND ANDERER KONFESSIONEN,
DIE VOR UNS IN KÖSLIN UND UMGEBUNG
GELEBT UND GEWIRKT HABEN.
HERR, ERBARME DICH UNSER ALLER!